8
Mrz
2007

bo_mitte

PARADIES

Im Garten der Lüste
nähr ich dich
mit meinen Träumen.
Gedanken, ungehemmt
verbrennen dich.

Vergiß
den Heiligenschein,
das Feigenblatt laß fallen.
Ganz hüllenlos
und unmaskiert
beschenke mich.


......................................
liesmal - 8. Mrz, 08:39

Wunderschöne poetische Ausdrucksweise für das Geschenk, das wir nur an wenigen Tagen unseres Lebens bekommen und vergeben können, das sich aber unauslöschlich in unsere Seelen brennt und - sonst vielleicht "armseeligen" - Menschen in nur einem einzigen Augenblick Sinn und Glück für ein ganzes Leben geben kann.
Als Unterstreichung hier ein absolut passender Spruch (der nicht von mir ist):
Das Leben misst sich nicht in Atemzügen, sondern in Momenten, die dir den Atem geraubt haben.

dwschreibt - 13. Mrz, 05:23

Paradies

Verzeihung, ich kann mich bei diesem Gedicht des Eindrucks nicht erwehren, dass der, an den das Gedicht adressiert ist, ein wenig zu kurz kommt.
Freilich, er wird im Garten der Lust genährt mit deinen Träümen und verbrannt von "Gedanken".
Beschenken soll er dich!
Für wen ist das schon das Paradies? Für dich mag es das sein - aber für wen noch, wenn das Gedicht
mehr beschreiben soll, als deine persönliche Wunschvorstellung?

dwschreibt - 13. Mrz, 05:30

Paradies

Nachsatz: Vergiss nicht - im Paradies soll es ausgleichende Gerechtigkeit für alle geben...lächel

lyrik undercover - 13. Mrz, 12:25

Lach, könnte das literarische Ich nicht ein sowohl männliches als auch weibliches Wesen sein? Und könnte man das Gedicht nicht auch als Duett lesen. Wie wäre es dann? Wäre dann die Gerechtigkeit gerettet? Ich glaube, das Paradies kann nur so funktionieren, sonst wäre es die Hölle. Lächel zurück ...
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hat etwas Exhibitionistisches, Gedanken zeigen hinter Metaphern - ein Schleiertanz, ein Spiel.

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