12
Apr
2007

FÜR MEINE FREUNDE

(Ein Dankeschön an ference für seine Anregungen und an Jeri, der mit seinem Büchergutschein eine Begegnung der besonderen Art möglich machte.)

VON BRIEFTAUBEN
UND BRIEFTRÄGERN


Am Frühstückstisch
mit Walser
schaue ich hin und wieder
wartend aus dem Fenster.
Ob sie wohl heute kommen,
wohlbehalten?
Manchmal kann ich nicht
warten.

Ich bringe
das Geschirr in die Küche
und Walser ins Schlafzimmer.
Im Fernsehen läuft etwas
über Brieftauben
und ich denke,
man hätte ihnen doch
das Monopol überlassen sollen.
Auf sie ist mehr Verlass.

Enttäuschung
füllt das Zimmer.
Auch Fried und Drvenkar
können mich nicht trösten.
Es klingelt.
Ich freue mich.
Zu früh.
Ich gehe zu Ferenc.

Am Abend
erfahre ich von meinem Nachbarn,
dass Consuelo
schon seit gestern
bei ihm liegt
und dass Bukowski
heute seine Tochter verführt hat,
von den anderen
ganz zu schweigen.

Schweigend
nehme ich alle mit
und freue mich
über meinen Briefträger.



............................................
ferenc_liebig - 13. Apr, 02:22

reichen worte um die schönheit von worten einzufangen
ich glaube nicht
aus diesem grund unterbinde ich jeden versuch den mein müdes ich noch aufbringen kann
zwei uhr neunzehn
erinnerung von borroughs und said in meinem schädel und nun auch von deinem gedicht
das jede heute gelesene zeile in den hintergrund rücken lässt
deine elemente und das bewusstsein dieser elemente
sie zeigen mir in diesem augenblick ein universum
das perfekt in sich funktioniert

lyrik undercover - 13. Apr, 14:28

... die Schönheit der Worte liegt in der Schönheit der Worte, liegt in der ihr innewohnenden Gefahr ...
Danke für diesen Kommentar.
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undercoverlyrik

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hat etwas Exhibitionistisches, Gedanken zeigen hinter Metaphern - ein Schleiertanz, ein Spiel.

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