25
Apr
2007

GESAMMELTE WERKE

Komm,
lass uns Worte sammeln gehen,
all diese verlorenen Worte.
Wir fädeln sie auf.
Und die Schnüre spannen wir
quer durch die Stadt.

Dann, am Abend
lass uns gehen, Gedichte pflücken.
Gedichte pflücken und
sie gierig verschlingen
am Abend in einer
kleinen Kiezkneipe.

Wir werfen uns
die fetten Brocken zu
und die zarten
reichen wir vorsichtig
von Mund zu Mund.
und freuen uns
auf morgen.

Komm,
lass uns morgen
Worte sammeln gehen ...


..............................
ferenc_liebig - 25. Apr, 23:23

spürst du unsere schritte / sie folgen dem rhythmus / der tragischen magie / den kurzen träumen / der melancholie der weichen nacht / wortfetzen schöner als alle sonnenuntergänge zusammen / dann wenn wir kommen um zu vergessen / werden aus den bäumen trompeten posaunen und wir werden mit offenen schnürsenkeln das cafe wechseln / moderne liebe / ein versuch / fragen nach philosophie / straßenschilder verlorener panik / der sommer macht aus uns genießer / komm / lass uns eindringen / in den zerbrechlichen nach freiheit schmeckenden körper / wörter sammeln die andere auf ihren heimwegen verloren haben / ein bissen dort am buffet und dann mit rotweingläsern in der hand aufbrechen / vom ende spricht hier niemand / wir testen unsere möglichkeiten / um es zu sehen / die aufgeschreckten nackenhaare / das blinzelnde rauschen der vorabenddramatik / wieder fliehen und vom teller essen / heute gab es quiche spinat-feta / gedankenloses überbleibsel des hungrigen trips

lyrik undercover - 26. Apr, 18:49

Es gibt Worte, die fahren mir ohne Umweg direkt in die Magengrube, erzeugen dort ein wohlig sehnsuchtsvolles Gefühl
"... spürst du unsere schritte / sie folgen dem rhythmus / der tragischen magie ..."
und wieder erliege ich ihm, meinem Gefühl, und lasse mich aufs neue inspirieren:

Spürst du den Rhythmus der Worte,
die leichtfüßig tanzen
auf meinen Lippen -
Nahrung für Hungrige,
die gleich mir
barfuß ihre suchenden Schritte
lenken in das unendliche Nichts
des schwerelosen Seins.
Reh Volution - 1. Mai, 17:36

ein bezaubernder Gedanke

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undercoverlyrik

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hat etwas Exhibitionistisches, Gedanken zeigen hinter Metaphern - ein Schleiertanz, ein Spiel.

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