13
Jun
2007

SCHSCHSCHSCH ...

Wiegenlied für eine Schwester

Schschschsch ...
ich bette dich
in meine Worte
und trage dich -
solang du willst.
Nur keine Angst,
du wirst nicht fallen.

Schschschscht ...
was hinter dir liegt
schläft doch schon,
und lebt als Schrei
nur noch
in kranken Träumen,
nur noch als Rosenstrauß
auf deiner Folterbank.

Schschschsch ...
wir sammeln Kraft.
Wir malen Bilder,
die nur wir erkennen
und weinen Lieder,
unhörbar und klar
und schreiben Verse
bis die Finger bluten.
Schschschsch ...

Und jeden Morgen
bist du etwas größer
und jeden Morgen
kannst du etwas weiter gehn
und jeden Morgen
schwinden trübe Sinne,
und jeden Morgen
... schschschsch ...
ach, wirst du es selbst bald sehn.


................................
liesmal - 14. Jun, 00:06

Hoffentlich weißt du denn auch um den Dank dieses Menschen, für den du das geschrieben hast.
Wie kannst du nur solche Inspiration finden?! Zu Wiegeworten, die gleichzeitig auch Traumgemälde und Ruhemusik sind und die einen Gelähmten bewegen.

lyrik undercover - 16. Jun, 10:38

Ich weiß es ... ganz sicher weiß ich das.
Und die Inspiration liegt in den Dingen und in der Absicht.
lylo - 14. Jun, 00:09

das wird eine

gute nacht.
so eingehuschelt ...
schlaf auch du gut!

lyrik undercover - 16. Jun, 10:40

danke lylo, bevor ich heute schlafen gehe,
komme ich noch schnell noch mal vorbei
gehuschelt
Maartje - 16. Jun, 19:19

Ich kann diese Worte...

schmecken, mit allen Sinnen wahrnehmen und wäre ich diese Schwester, würde ich glücklich sein!

lyrik undercover - 17. Jun, 01:18

Danke Maartje, die Schwester ist es, und ich freue mich natürlich darüber.
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hat etwas Exhibitionistisches, Gedanken zeigen hinter Metaphern - ein Schleiertanz, ein Spiel.

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